Meine liebste Art zu spielen: nicht der Kopf gibt vor, sondern das gemeinsame Gefühl.
Beim Improvisationstheater fasziniert mich besonders die Methodik „Follow the follower“, inspiriert von Viola Spolin — der Begründerin des Improvisationstheaters. Durch die gegenseitige Konzentration und das Einfühlen auf die Spielpartnerin oder den Spielpartner entsteht eine Synchronisation. Wenn sich beide darauf einlassen, gelingt es ihnen federleicht, aus dem Kopfgesteuerten herauszugehen.
Die Geschichten, die sie ab dann gemeinsam entwickeln, entstehen aus dem Bauch heraus. Dadurch wird das Bühnenstück viel bunter, mutiger und außergewöhnlicher, da die Story in Übereinstimmung miteinander gespielt wird. Der Kopf hat keine Chance mehr vorzugeben, wie eine Vorgabe „üblicherweise“ gespielt werden müsste.
Ich würde mich freuen, wenn diese Spielvariante sich in Braunschweig, Hildesheim, Wolfenbüttel, Salzgitter, Peine, Gifhorn, Hannover und vielen weiteren Orten durchsetzen würde.


Genau das ist der Kern: nicht kontrollieren, sondern dem Moment folgen. Wer sich das traut, entdeckt eine Leichtigkeit, die im Alltag oft verloren geht — auf der Bühne wie im Gespräch.
Spielerische Übungen aus dem Improvisationstheater, mehr Präsenz und Lockerheit, echte Begegnung statt Smalltalk — sprechen, bevor du weißt, was du sagen willst. Ein Raum ohne Bewertung, ohne Druck, ohne Vorkenntnisse, ohne Erwartungen.
Für dich, wenn du oft zu viel im Kopf bist, dich zurückhältst, obwohl du etwas sagen willst, dich „nicht spontan“ fühlst — oder einfach wieder mehr Leichtigkeit erleben möchtest. Genau dort beginnt Impro.
Mit dir selbst, mit anderen und mit dem, was im Moment entsteht. Improvisation ist für mich kein Theater — sondern ein Weg zurück in echte Begegnung.